Prothesentraining

Eine Amputation ist ein schwerwiegender Eingriff, der ein hohes Maß an Veränderung bzw. Anpassung an die veränderte Lebenssituation erfordert. Selbstverständliche Bewegungsabläufe, wie das Aufstehen oder das Greifen müssen neu trainiert werden.
Innovative Prothesensysteme, die speziell an den Wünschen und Möglichkeiten des Prothesenträgers angepasst werden, bieten viele Möglichkeiten den Alltag schnellstmöglich wieder selbstständig zu gestalten.


Dysbalancen und ähnliche Fehlbelastungen haben weitreichende Auswirkungen auf die erhaltenen Muskelgruppen - Gelenke, Sehnen und Bänder können geschädigt werden. Die Prothese in ihren Funktionen und Ansteuerungsmöglichkeiten zu verstehen und vollständig zu nutzen, ist Aufgabe der Physiotherapie.

Mit einer gezielten physiotherapeutischen Anwenderschulung ist es möglich, Folgeerkrankungen entgegenzuwirken und die Prothese im Alltag optimal einzusetzen.

Das Rehabilitationspotential jedes Einzelnen ist individuell abhängig von verschiedenen Faktoren:

  • Amputationshöhe
  • Amputationsursache (z.B. Diabetes, Unfall, etc.)
  • Physische Verfassung
  • Begleiterkrankungen (z.B. Herz- oder Gefäßerkrankungen)
  • Psychische Verfassung (z.B. Ängste, Depression)
  • Umfeld (z.B. familiäres Umfeld, Wohnumfeld)